Die Werkstatt hautnah erleben

„Ich finde gut, wie die Arbeitsplätze gestaltet sind“ oder: „Mich beeindruckt, wie viele verschiedene Arbeiten Menschen mit Behinderung hier erledigen“, so lauteten Rückmeldungen der Jugendlichen. 17 Neuntklässler der Canisiusschule besuchten im Rahmen ihres Differenzierungskurses “Wirtschaft und Gesellschaft“ die Werkstatt an der Industriestraße in Ahaus.

Sie erlebten, wie Menschen mit Behinderung arbeiten und wie sie dabei begleitet werden. Den Anfang machte Aygün Öktem. Er stellte den Schülern den CABito im Eingangsbereich der Werkstatt vor und erklärte, wie Beschäftigte sich dort orientieren und informieren können. Weiter ging es in zwei Gruppen. Hendrik Sandkuhle, Auszubildender zum Heilerziehungspfleger, führte die Schüler zu verschiedenen Werkstattgruppen und erläuterte, für welche Kunden sie arbeiten. Beschäftigte zeigten die Handgriffe zum Bearbeiten von Bauteilen. An einem Schiebetisch traten die Schüler dann selbst in Aktion: mit simulierten Behinderungen sollten sie ein Bauteil bearbeiten. Auch die Rolle des Gruppenleiters konnte ausprobiert werden und warf ungeahnte Fragen auf, zum Beispiel: Wie unterstütze ich jemanden, der seine Umgebung eher durch Tasten als durch Sehen wahrnimmt? Wie beziehe ich die Besonderheiten jedes Einzelnen in den Arbeitsablauf ein? Werkstatt-Praktikantin Sophia Heidbrink gab einen Einblick in die Arbeit mit Unterstützter Kommunikation. Bei der Abschlussrunde beantwortete Abteilungsleiterin Renate Lammering die Fragen der Schüler rund um den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung. „Wir kommen gern wieder“, so das Fazit der Lehrerin Myriam Ostendarp.