Als Erstes wird das Konturenmesser mit Zwei-Komponenten-Kleber eingeklebt. Das ist schwierig und nicht korrigierbar. Zwei Druckluft-Klebestationen hat Jokari dafür zur Verfügung gestellt.
„Die Leute wachsen an ihren Aufgaben. Beschäftigte, die ansonsten eher nicht für feinmotorische Arbeiten zu gewinnen waren, erledigen diesen wichtigen Arbeitsschritt heute mit einer nahezu Null-Fehler-Quote“, berichtet Dirk Menzel, Produktionssteuerer der InHand Werkstatt Velen.
Optimierte Abläufe
Er hat in enger Abstimmung mit Beschäftigten, Gruppenleitern und dem Vorrichtungsbau der Werkstätten Haus Hall die Arbeitsschritte optimiert.
Zum Beispiel das Vernieten des Schiebemessers per Kniehebelpresse, das Einpassen der Skala, das Einpressen des Clips. Wenn alle Bauteile angebracht sind, werden die beiden Hälften mit einer speziellen Vorrichtung verpresst.
Ein Auftrag - viele kleine Arbeitsschritte
Die Kleinschrittigkeit des Auftrags ermöglicht es, dass in allen Gruppen flexibel daran gearbeitet werden kann.
Ein kleiner Lagerraum ist für alle Einzelteile reserviert. Kisten mit den Werkzeugseiten A und B haben jeweils einen Begleitschein, auf dem alle Arbeitsschritte dokumentiert werden.
Jeder Gruppenleiter kann also bei freien Kapazitäten halbfertige Werkstücke und benötigte Bauteile mitnehmen und später die fertigen Schritte vermerken.
Etwa 9.000 Entmanteler werden so im Monat fertiggestellt. Verpackt werden sie in der Werkstatt Gescher, bevor sie für den Verkauf in Baumärkten und im Versandhandel ausgeliefert werden.
InHand Werkstatt
In der InHand Werkstatt Velen der Werkstätten Haus Hall arbeiten Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in der Schwerpunkten Elektromontage, Montage und Verpackung sowie Holz.
