Jede Stimme zählt: Infoveranstaltungen erleichtern politische Teilhabe

Groß war das Interesse vieler Werkstatt-Beschäftigter an den Infoveranstaltungen zur Bundestagswahl.

Foto: Stiftung Haus Hall

„Ich gehe wählen, weil ich es wichtig finde, eine demokratische Regierung zu haben“, erläutert Klaus Steneberg. „Ich empfinde es als Bürgerpflicht, wählen zu gehen und die Chance zu haben, mit seiner Stimme etwas zu verändern“, findet Frank Wewers. Anke Beerlage fügt hinzu: „Es ist wichtig, wählen zu gehen, um zu zeigen, Behinderte kriegt man nicht klein!“

Politische Teilhabe erleichtern

Alle drei arbeiten in der Zweigwerkstatt in Stadtlohn. Anfang Februar nehmen sie an einer Informationsveranstaltung der Abteilung Berufliche Inklusion Bildung (BIB) teil. Das Ziel des Termins: den Beschäftigten die politische Teilhabe zu erleichtern.

Denn wie für alle Wahlberechtigten gilt auch in der Werkstatt: Nicht jeder kennt sich gleich gut aus, und politische Standpunkte gibt es viele. Für welche Politik stehen CDU, SPD, Grüne, Die Linke, AFD und all die anderen Parteien denn eigentlich? Wo kann ich mich informieren?

Andrang und Interesse groß

Wie an allen Standorten sind Andrang und Interesse groß. Gut 40 interessierte Beschäftigte haben den Weg in die Werkstattkantine gefunden. Ihr Anliegen: Anderthalb Stunden möchten sie sich aktiv auf die bevorstehende Bundestagswahl vorbereiten.

„Sind denn eure Wahlbenachrichtigung schon eingetroffen?“, fragt Dagmar Tegeler von der BIB alle Anwesenden in ihrer Anmoderation. Die meisten heben die Hand. Wer denn schon wüsste, wen er wählen möchte? Darauf melden sich nur wenige.  

Jede Stimme gleich viel wert

„Politik ist wichtig und geht uns alle was an“, fährt sie fort, „jeder darf eine andere Meinung haben.“ Zwei Filme in Leichter Sprache erklären wichtige demokratische Grundlagen, zum Beispiel, wer wählen darf, dass geheim und frei gewählt wird und jede Stimme gleich viel zählt.

Den Schlusspunkt bildet der Wahl-o-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Die meisten kennen das Wahlentscheidungshilfe-Tool schon und wollen es bis zur Wahl nutzen.

Denn konkrete Anliegen haben die Beschäftigten genug. Die Mietpreise oder die Energiewende zum Beispiel. Das belegen die Wortmeldungen eindrucksvoll.